Tuesday, April 6. 2010Game overDas war's, das Spiel ist vorbei, der High Score geknackt, der letzte Joystick zerbrochen. Jedenfalls hier. Das blog zieht (wie der grosse Bruder auch) nach Wordpress um und ich fahre hier den PC runter. Die Artikel bleiben solange im Netz wie supersized das anbietet, aber gepflegt wird das blog nicht mehr. Den Nachfolger, das nächste Level, den neuen grossen Inhaltspatch, den könnt ihr hier finden. Konzeptionell bleibt alles beim alten, nur die Umgebung hat sich geändert. Alls dann, man sieht sich drüben, ich mache mal das Licht aus hier. Thursday, April 1. 2010Neue spielbare Rasse in WoWIn einem unvorhergesehenen Stealth-Patch hat Blizzard erstmals eine neue spielbare Rasse für beide Fraktionen zugelassen: die Tuskarr, die liebenswerten Walrossmännchen aus Nordend sind ab sofort Spielern zugänglich. Ich habe die Gelegenheit natürlich gleich genutzt (das Racial "Walfett" mit den 10 % physischer Schadensverminderung war einfach zu verlockend) und meinen Hauptcharakter die Rasse wechseln lassen. Schade nur dass die weiblichen Modelle den männlichen so ähnlich sind, aber die Spielvorteile machen es einfach wett. Monday, March 22. 2010Stöckchen: Wind beneath my wings
1. Findest Du es generell gut, in der alten Welt fliegen zu dürfen? Ja, sofern die Flugbegrenzungen der Charaktere nicht noch weiter aufgeweicht werden. Kein Fliegen unter Stufe 60, sonst kann Blizzard sich die Änderungen der alten Welt eigentlich auch sparen. Von mir aus darf das Fliegen auch gerne bis 85 verboten sein (ähnlich dem Kaltwetterfliegen in Nordend). 2. Wohin fliegst Du als erstes, wenn Du in der alten Welt fliegen kannst? Sofern der Flugplatz oberhalb von Ironforge noch existiert wird das mein erster Ausflugsort werden. Mount Hyjal und das Trolldorf möchte ich auch besuchen (wobei Mount Hyjal zur Zeit nicht existiert und für Cataclysm eh ein Questgebiet wird, wenn ich mich recht erinnere). 3. Was passiert Deiner Meinung nach mit den alten „geheimen“ Orten? Geheim sind die Orte ja schon lange nicht mehr. Und ich fürchte, es wird kaum jemanden der "neuen Generation WoW" geben, der sich die Zeit nimmt und auf Entdeckungstour geht, auch wenn man die Orte dann viel leichter erreichen kann. Die meisten WoW-spieler fallen zwar mit Sicherheit in den Achiever-Typus des Bartle-Tests, aber wohl mit Hauptaugenmerk auf "Equipment". 4. Wie glaubst Du, wird das Fliegen über die alten Hauptstädte gelöst werden (Stichpunkt PvP)? Flak und fliegende Wachen würde ich persönlich eher bevorzugen als eine einfache Flugverbotszone wie in Dalaran. Aber es wird wohl auf letzteres Hinauslaufen, gerade um Lag-Orgien zu vermeiden. 5. Mit welchem Flugtier fliegst Du am liebsten? Immer noch mit dem klassischen Greifen der Allianz. Die Windreiter der Horde sehen schrecklich aus, das Knochenhuhn der Todesritter albern und ansonsten habe ich nur den Bronzedrachen. Ich arbeite aber sowohl auf den Netherrochen (Rochen, nicht Drachen, der gefällt mir nämlich auch nicht) als auch den Hippogryph des Argentumkreuzzug. 6. Hattest Du bereits das benötigte Gold zusammen, als Du in BC mit Stufe 70 endlich das Fliegen erlernen durftest? Puh, für das normale Fliegen auf jeden Fall. Bei meinem zweiten Achtziger, dem Todesritter, hatte ich dank der Sammelberufe der zwei grossen Charaktere und geschicktem Auktionshaus-Versteigern, auch das Gold für das epische Fliegen direkt, allerdings war das ja dann schon WotLK. 7. Welche Arten von Flugtieren fehlen Deiner Meinung noch in WoW, oder gibt es generell schon mehr als genug Flugmounts? Klasseneigene Flugtiere für Klassen, die auch klasseneigene Reittiere haben, fände ich nett, obwohl ich ausser dem Todesritter keine der beiden anderen Klassen auf 80 habe. Ausserdem fehlt definitiv ein Wolke wie in DragonBall. ;) Und es kann eigentlich (für mich) weder genug Mounts noch genug Mini-Pets geben. 8. Würdest Du Dir die Möglichkeit zu PvP-Luftkämpfe wünschen? Hm, eher nicht. Und zwar ganz ohne Eigennutz. Viele Spieler sind mit der dritten Bewegungsdimension in den Encountern von Ley-Wächter Eregos und Malygos ziemlich überfordert und das sind Kämpfe die nach einem bestimmten Muster ablaufen. PvP ist unberechenbar dazu dann noch drei Dimensionen, die es zu beachten gilt? Nein, danke. Mal ganz abgesehen davon, dass die Entwickler einiges an Mechaniken entweder neu einführen oder ganz gewaltig ändern müssten, wenn man Luftkämpfe nicht auf eine Art Fahrzeug-PvP beschränken will. 9. Hättest Du auch gerne noch schnellere Flugtiere, sagen wir mal 350 oder 400%? Nein, meine 280 % reichen mir vollkommen aus. Wer unbedingt was schnelleres braucht hat ja diverse Möglichkeiten ein 310er Mount zu erlangen. 10. Wünscht Du dir die Möglichkeit, Deine Flug – und Reittiere individuell und optisch anzupassen? Hm, ich würde mir viel mehr die Möglichkeit wünschen, meine Charaktere optisch individueller zu gestalten. So oft sitze ich dann doch nicht auf Reit- oder Flugtieren, aber den Avatar sehe ich ja immer. Thursday, March 18. 2010Stöckchen: MMO-haikus
Videospiel-haikus oder auch spezifischer MMO-haikus. Schreibt sie und teilt sie uns allen mit. Weiss jeder, wie ein haiku aufgebaut ist? Nein? Dann erklär ich kurz. Das haiku ist eine alte japanische Gedichtsform welche sich durch Kürze und eine klaren Aufbau auszeichnet. Ein haiku besteht aus drei Zeilen mit einmal fünf, dann sieben und zum Schluss wieder fünf Silben. Reimen muss es sich nicht, tut es auch in den seltensten Fällen nur. Und keine Angst, ich gehe natürlich mit gutem, Beispiel voran und bringe ein paar haikus aus meiner Feder. Paladin
Schamane
Druide
Na, eigentlich ganz einfach, oder? Also, lasst euch nicht lumpen und begeistert den Rest der Blogosphäre mit euren Game-haikus. Ich werfe das Stöckchen erstmal in Richtung Jamapi und erd.ferkel (weil ich mir da besonder gehaltvolle Ergebnisse erhoffe, zumindest aber tiefgründig sarkastische) , aber ihr seid natürlich alle angesprochen und wer Lust hat, möge sich daran versuchen. Und da leider Trackbacks hier nicht funktionieren bitte ich um eine kurze Rückmeldung in den Kommentaren (oder auch die Gedichte in den Kommentaren). Viel Spass beim Dichten und ich bin gespannt. P.S. Ich werde auch weiterhin haikus schreiben und immer wieder mal bloggen. Also keine Angst, ich mach mich auch zum Deppen. ;) Wednesday, March 17. 2010Alles wird besser mit Zombies
Der neueste Trailer zeigt uns in Survival Horror-Manier eine der bislang angekündigten Regionen, das nicht mehr ganz so idyllische Kingsmouth. Und wie die Überschrift schon sagt: alles wird besser mit Zombies.
Tuesday, March 16. 2010Stöckchenbeantwortung Phase 2
Was für Charaktere hast Du und welche Stufe sind diese? Allianz
Horde
Wie lange spielst Du schon World of Warcraft? Fragt mich Sachen... Account erstellt am 25. 5. 2005, mit teilweise langen Pausen dann bis in fernere Zukunft. Würdest du Dir einen Level 70 aussuchen können, ohne Ihn hoch zu spielen, welche Klasse würde es sein? Eigentlich keine. Ich bin der Meinung, dass man seine Charaktere am besten spielen lernt, wenn man sie komplett spielt. Würde man mich aber dazu zwingen, dann Schurke. Welche Veränderungen wünschst Du Dir? Schwierige Frage, weil sehr allgemein gestellt. Aber machen wir mal 'nen kleinen Gehirnstürm.
Und noch was? Garantiert, aber jetzt gerade nicht. Welche Zonen gefallen Dir am besten? Die Grizzly-Hügel sind für mich eine der atmosphärischsten Gegenden in ganz Azeroth. Der Heulende Fjord hat mich mit den brennenden Schiffen, die in den Felswänden hängen und den wunderbaren Kliffs an der Küste in seinen Bann genommen. Terrokar und Nagrand sind auf ihre jeweils ganz eigene Weise erhaben und majestätisch und ich werde niemals vergessen, wie ich mit meinem ersten Charakter, damals vor fast fünf Jahren zum einen nach Ironforge (Dun Morogh) und durch das Tal der Könige und zum Steinwerkdamm (Loch Modan) gereist bin. Und damals noch zu Fuss. Wir hatten ja früher nüschd. Vor'm Kriesch... Hast Du besondere Quests gemacht, die Dir besonders gefallen haben? Immer und immer wieder die Legende von Stalvan. Eigentlich ist die Reihe nicht sonderlich gut, und die dazugehörige Geschichte hat einige Löcher, aber das war eine der ersten Questreihen, die ich wirklich beendet habe. Der vermisste Diplomat hat ja immer noch kein richtiges Ende und eigentlich macht die Reihe nach Varians Rückkehr auch keinen Sinn, aber ich hatte bei der Reihe immer meinen Spass Apropos Theramore: die Reihe um James Hyal und seine Familie (vor allem nach der lange fehlenden Fertigstellung der Reihe) sowie die Mini-Reihe um "Swamp Eye" Jarl sind auch zu empfehlen. Die meisten der Questreihen in Nordend sind erzählerisch und mechanisch meist sowieso um einiges besser als die alten Questen (Green Hills of Stranglethorn, irgendjemand?) und da sticht für mich der Drakkensryd ganz besonders hervor. Weitere Stöckchenspieler: Sunday, March 14. 2010La Calzada del Hueso: Death... and Rebirth
Nun wird natürlich Ersatz benötigt und da ich mich zum einen mit der Klasse auskenne und zum anderen nicht unbedingt das Bedürfnis habe, einen kleinen Charakter ohne jegliche Starthilfe durch die alte Welt zu ziehen, fiel meine Wahl auf einen Todesritter. Die Möglichkeit dank Dual Spec dann auch entweder zu tanken oder als Schadensverursacher durch die Lande zu ziehen, die Startstufe 55 (beziehungsweise eigentlich ja 58, wenn man die "Todesritter-Erfahrung" durchgespielt hat) zusammen mit der zumindest für die Höllenfeuerhalbinsel äusserst passenden Ausrüstung taten ihr übriges dazu. Ich liebäugelte allerdings zugegebenermassen zuerst mit einem Paladin, aber meine Abneigung gegen Elfen jeglicher Art liess mich dann doch davon abkommen. Cataclysm kann gar nicht früh genug kommen, damit ich endlich meine heilige Kuh erschaffen kann. Also todesritter. Da mein Vorhaben, die Questen der Untoten zu erforschen immer noch nicht abgeschlossen ist und ich das Konzept eines zweifach reanimierten Charakters (I'm dead as hell and won't take it anymore!) persönlich äusserst interessant finde (in D&D 3.5 spielte ich einen Ilmater-Mönch, der irgendwann mal zum Martyred Champion werden sollte, wozu es leider nie kam) wurde der Charakter, wie auch die Priesterin, ein Untoter. Hoch 2. Der Name war einfach, den hatte ich noch von einem Hexenmeister übrig: Dougal. Dougal ist jetzt 59 und hat seine ersten Schritte in der Scherbenwelt gemacht, wird aber auf Stufe 60 für's erste nach Azeroth zurückkehren um zum einen die von Ciarda noch nicht gespielten Geschichten dort zu erleben und zum anderen seine Berufe auf die für die Scherbenwelt nötigen Stufen zu bringen. Also keine Angst, la calzada del hueso wird weiter von mir beschritten und die Untotenforschung ist noch nicht abgeschlossen (vor allem weil Nordend ja auch einiges in der Richtung bieten dürfte). Suffer well, brothers and sisters. Wednesday, March 10. 2010Zehn Level Allods
Das letzte Wochenende war dann mit City of Heroes/Villains angefüllt, wo ich dank der doppelten XP-Belohnung meine Nachtwitwe zur Rente (also Stufe 50) verhelfen konnte und zwei weitere Helden sicher in das mid game bringen konnte (und Teufel, macht der Feuer-Nahkämpfer einen Spass). Die restliche mit MMOs verbrachte Zeit habe ich dann Allods gewidmet, welches sich zur Zeit in der offenen Beta befindet. Mein Charakter Karnos (den Namen habe ich einem SG-Mitglied aus City of Heroes geklaut, mwuahahaha!) befindet sich auf der Seite des Imperiums, deren Gegenspieler-Fraktion die Liga ist. Er ist ein sogenannter Verderber, welches der xadaganische Rassentitel des Archetypen des Beschwörers ist, und spielt sich eigentlich wie ein Hexenmeister mit Heilfertigkeiten. Oder vielleicht eher ein Schattenpriester mit permanentem Pet? Er hat DoTs, einen schadensverursachenden Self Heal und kann sich jetzt, auf Stufe 10, auf einen von drei Skill Trees spezialisieren, indem er Rubine auf Fertigkeiten beziehungsweise Boni verteilt. Da ich mir noch immer nicht sicher bin, ob ich ihn auf Support oder Schaden skille, habe ich meinen ersten Rubin aber noch nicht eingesetzt. Oben im Bild sieht man den lieben Karnos mit seinem ersten Pet, dem Hellion, der bei Xadaganiern in der ersten Ausbaustufe ausschaut wie ein reanimierter Stalin mit Schwert. Man merkt dem Spiel auf Seite des Imperiums durchaus an, daß die Entwickler aus Russland kommen. Rüstungen schauen schon sehr nach russischem Militär aus und der gesamte Grafikstil der ersten Stadt (und Hauptstadt des Imperiums?) Nezebgrad sowie die Namen der xadaganischen NPCs bringen ein sehr russisches Flair rüber. Die anderen beiden Rassen des Imperiums sind Orks (Orks halt, aber grafisch sehr ansprechend, vor allem die Orkfrauen sehen nicht so übermässig männlich wie in WoW aus) und die Necrons... ähm, die Arisen, eine hochtechnisierte Rasse von ägyptischen Steampunk-Zombies. Die Arisen sehen grafisch äusserst cool aus, aber sie bieten nur Caster-Klassen, was mich persönlich ein wenig abschreckt (ich bin eher ein Melee-Spieler). Aber ich werde wohl noch einen Ketzer, den Arisen-Heiler, spielen, da man den gerüchteweise auch als Melee-Heiler skillen kann. Nach den ersten zehn Stufen habe ich mit Sicherheit noch nicht all zu viel vom Spiel gesehen, aber ich kann jetzt schon sagen, dass Allods eine verdammt grosse Menge an Dingen richtig macht. Das Tutorial ist schon sehr dramatisch gestaltet. Man findet sich auf einem Astralschiff des Imperiums wieder, welches von der Liga angegriffen wird und kämpft sich seinen Weg durch die Mannschaftsquartiere über den Reaktorraum bis hin zum gegnerischen Schiff, wo man dem Anführer der Liga-Streitkräfte einen Teleporter wieder weg nimmt, den jener zuvor gestohlen hat. Mit Hilfe diesen Teleporters kommt man dann auch in Nezebgrad an, wo man dann bis zumindest Stufe 10 genügend zu tun hat. Und die Stadt ist gross genug, so dass man nicht immer wieder in die selben Ecken geschickt wird. Die Questen sind nicht sonderlich innovativ, aber "Töte X", "Sammle Y von Z" wechseln sich oft genug mit Such-Questen oder solchen, in denen man bestimmte Gegenstände einsetzen muss, ab und in einer Quest darf man sogar vor einer Menschenmenge eine Rede über den Hungerstreik eines Liga-NPCs halten, welcher die dortige Kirchenhierarchie in Frage stellt (wäre interessant zu wissen, ob auf diesen NPC auf Liga-Seite eingegangen wird). Allods ist ein f2p-MMO mit Item Shop und zur Einführung des amerikanischen Item Shops gab es einen Aufschrei der Empörung, weil die dortigen Preise unverschämt weit über den original russischen Preisen lagen. Das ist mittlerweile geändert worden und der deutsche Item Shop ist sogar günstiger als der amerikanische (mal ganz was neues, wo doch sonst so gerne Dollar = Euro gerechnet wird). Inwieweit der Item Shop nötig ist (im späteren PvE-Spiel braucht man anscheinend ein Parfüm um einen Debuff im Todesfall zu entfernen), kann ich nicht sagen, ich habe den bislang ignoriert. Und Allods wird ja ziemlich sicher nicht mein Hauptspiel werden, mal davon abgesehen, dass ich Item Shops sowieso sehr vorsichtig begegne. Leider kann ich die Liga nicht antesten, da man anscheinend nur eine Seite pro Server bespielen kann und es gibt für mich derzeit nur einen Server zur Auswahl. Vielleicht ändert sich das ja noch zum offiziellen Start oder in der Beta. Andererseits bietet die Liga Elfen Unterschlupf und ich bin ja bekennender Elfenfeind. Bislang macht das Spiel aber auch als imperialer Soldat Spass und ich werde es noch ein wenig weiter spielen. Ausser investierter Zeit verliere ich ja nichts. Sunday, February 28. 2010In death, sacrifice - Dragon Age: Origins
Im Gegensatz zum geschätzten Blognachbarn D. (dessen Negativpunkte ich durchaus sehe und ein paar sind sicherlich zutreffend) kann ich persönlich zumindest das Anspielen von DA:O jedem Interessierten nur nahe lagen. Die Grafik ist vielleicht nicht state of the art, aber durchaus konkurrenzfähig (die paar verwaschenen Texturen ab und an fallen meiner Meinung nach kaum auf) und zum allergrössten Teil auch flüssig, allein in der klimaktischen Endschlacht ruckelte es ein paar mal (es kann allerdings auch sein, dass da die bullet time-mässigen Todesanimationen bestimmer Monster ihren Teil dazu beigetragen haben), der Soundtrack ist unaufdringlich, aber nicht herausragend (und zum Glück nicht ganz so fantasy-generisch wie befürchtet) und die Geschichte hat (mit den richtigen [oder falschen?] Entscheidungen) durchaus ein gerüttelt Mass an Tragik, daran gebunden aber auch glorreiche Epik, die wohl auch einem Jamapi zusagen könnte. Den implizierten Vorwurf der unnützen Begleiter in Erdferkels Beitrag muss ich allerdings deutlich zurückweisen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass sich DA:O eben nur auf neun bis zehn Begleiter beschränkt, aber die sind alle (soweit ich sie testen konnte, den geheimen Begleiter hatte ich bei diesem Durchlauf nicht dabei) in der Lage ihren Beitrag im Kampf zu leisten. Einziger Vorwurf: wenn man nicht selbst Schlösser öffnen kann und zu Gunsten von Zevran auf Leliana verzichten will darf man ihm noch einige an für ihn weniger nützlichen Skillpunkte vergeben. Aber dieses Problem hatte man auch mit Mass Effect: wollte man Defizite des Hauptcharakters durch die Begleiter ausgleichen so musste man manchmal gegen den Strich skillen (und eigentlich geht das ja alles auf Baldur's Gate zurück, wo man aus der Diebin Imoen eine recht kompetente Magier/Dieb-Kombination machen konnte [und kanonisch wurde sie das sowieso in der Erweiterung]). Die Beschränkung auf drei Klassen mit Spezialisierungen empfinde ich (im Gegensatz zu anderen) auch nicht als Manko. Mal vom Kleriker abgesehen sind Krieger, Schurke und Magier nunmal die grundlegenden, archetypischen Rollenspiel-Rollen und so gut wie jede andere Klasse lässt sich auf einen der Archetypen entweder abbilden oder zurück führen. Und sogar im Spiel ist man durch die Wahl der Spezialisierung und der SKills überraschend flexibel, so dass meiner Meinung nach für jeden Spielstil etwas zu holen ist. Diese angebliche Beschränkung als Vorwand anzugeben, DA:O nicht zu spielen, ohne auch nur probiert zu haben, wie sich die Klassen und Spezialisierungen im Spiel auswirken, ist, gelinde gesagt, sehr kurzsichtig. Warum das Spiel auf der Verpackung als "dark fantasy" bezeichnet wird, erschliesst sich mir allerdings nicht so ganz. Die Geschichte kann's nicht sein, die ist zwar ruppiger als typische epische Fantasy (Tolkien et al.), aber eigentlich ist sie ziemlich nah an George R.R. Martins Song of Ice and Fire, und diesen Zyklus wird wohl niemand in die dunkle Ecke packen. Blut und Köpfungen bieten auch nicht genug Anhaltspunke für die Bezeichnung (und der Schockwert war da meiner Meinung nach nur gegeben, weil in Trailern eben aggressiv damit gespielt wurde, nicht weil es ach so erwachsen ist, Sex und Gewalt jetzt auch in ein RPG zu packen). Naja, Werbung und Inhalt sind ja oft genug verschieden. sei's drum. Kommen wir zum Fazit (auch wenn ich bei weitem nicht auf alle positiven und negativen Aspekte des Spiels eingegangen bin): ich persönlich empfinde das Spiel als gelungen und freue mich auch auf die bald kommende Erweiterung. Ja, Mass Effect gefällt mir besser (Teil 1 und ausserdem auf der Konsole, auf dem PC empfinde ich die Steuerung trotz Maus hakelig) aber eigentlich ist DA:O von den Spielmechaniken und dem Designstandpunkt viel näher an NWN 2 und dieses meiner Meinung nach missratene Etwas lässt DA:O dann doch meilenweit hinter sich. Aber wie ich schon bei Dominik kommentierte: ich lasse mich ja recht leicht zufrieden stellen, wobei ich das ein wenig revidieren möchte: ich gebe Spielen einen wohlwollenden Vorschuss und verzeihe leichter Makel, wenn mich das Gesamtpaket dennoch unterhalten hat. Und das ist hier der Fall. P.S. und total off topic: DOA X2 ist überraschenderweise um einiges schwerer als der Vorgänger. Und die bounce-Physik ist reichlich unrealistisch.
Monday, February 22. 2010Vier Beine gut, zwei Beine schlecht...
Aber halt, die Pala-Schelte bei Nomadenseele bezieht sich doch zu "100 % auf PvP" (sie sind ja schliesslich die Lieblingstanks), warum werden dann auf einmal PvE-Beispiele herangezogen? Stein des Anstosses ist hier die Aussage (richtigerweise eher die Frage) aus Nimberts blog, dass/ob andere Klassen die Instanz Terasse der Magister auch solo bewältigen können. Und hier liegt anscheinend der Hase begraben. "Warum kann der was, was ich nicht kann?" oder richtiger: wieso kann dieser Charakter etwas, was mein Charakter nicht schafft? Wie man als Mensch mit dieser Frage umgeht, liegt im Endeffekt natürlich bei jedem selbst, einer freut sich vielleicht für den anderen, der nächste ärgert sich eher darüber, dass die eigene Charakterklasse nicht gleichberechtigt behandelt wurde und ein weiterer ist vielleicht dermassen frustriert, dass damit das Fass überläuft und man alle Spieler dieser Klasse in Sippenhaft nimmt und eine Pauschalanklage vom Stapel lässt. Alles eigentlich verständlich, wenn auch nicht immer schön. Aber viel interessanter finde ich die Frage warum es nicht sein darf, dass eine Klasse etwas leisten kann was einer anderen Klasse unmöglich ist. Und zwar vollkommen losgelöst vom spielerischen Geschick der Person, die hinter dieser Klasse sitzt. Mal sehen, ob wir etwas Licht darauf werfen können. Zu Beginn von WoW war es so, dass sämtliche Klassen zum einen eindeutig definiert waren und zum anderen eigentlich immer nur einen Talentbaum hatten, der als wirklich spielbar angesehen wurde. Krieger waren Tanks, Priester waren Holy und so weiter und so fort. Das ist heute nicht mehr so. WotLK hat jeden Talentbaum spielbar gemacht (raid-tauglich ist für diese Diskussion etwas anderes und nicht Bestandteil der Betrachtung, vor allem, weil auch dies, meiner Meinung nach, von der Gruppe an Personen abhängt, die zusammen raiden. BM-Jäger und Frostmagier mögen sub-optimalen Schaden für den Raid bringen, aber bei unserem Raid/Twink-Raid zum Beispiel läuft es dennoch, also sind diese Specs für uns raid-tauglich). Die Klassen sind sich also um einiges näher gekommen als es noch vor einem knappen Jahr der Fall war. Es gibt kaum noch eine Klasse, die etwas Einmaliges mitbringt: Mana-Erneuerung zum Beispiel, einst das Markenzeichen des Schattenpriesters, bringen jetzt auch Paladine (schon wieder diese Paladine...), Frostmagier und Survival-Jäger. Die Schamanen durften die Exklusivität einiger ihrer Buffs aufgeben, nachdem die Todesritter auf der Szene erschienen. Segen der Könige und Gabe der Wildnis sind sogar von klassenfremden Charakteren in verminderter Form einsetzbar, nämlich ais Trommeln aus der Lederverarbeitung (und *schockiertsei* manche fordern gar Heldentum/Blutlust über Trommeln nutzbar zu machen). Diese gefühlte Gleichheit der Klassen bringt leider bei vielen (und ich beziehe das hier eindeutig nicht auf Nomadenseele, ich glaube sie schrieb den Beitrag nicht aus der Haltung "wenn der das kann will ich das auch können") auch ein Gefühl des entitlement. Die Klassen sind sich gleich, also müssen alle auch das gleiche bewältigen können. Das ist, natürlich, falsch. Denn die Klassen sind nun einmal nicht wirklich gleich, sondern, wie gesagt, nur gefühlt gleich. Schon alleine die Unterteilung in verschiedene Rüstungsklassen macht den ersten Unterschied deutlich, nämlich was eine Klasse, ohne eintreffende Heilung, aushalten kann. Dazu kommen dann Dinge wie die Anzahl der Lebenspunkte eines Charakters (manche Klassen haben alleine aufgrund der Basis-Attribute schon deutlich mehr als andere und diese Diskrepanz wird durch die Ausrüstung und Talente nur vergrössert), die Fähigkeit sich zu heilen oder Schaden zu vermeiden. Ein weiterer Unterschied liegt in der mechanischen Ausstattung, welche die Entwickler einer Klasse mitgegeben haben. Eine Klasse, die Heilfähigkeiten besitzt, ist einer Klasse ohne eigene Heilung überlegen. Wenn diese Heilung dann (um mal wieder das Paladin-Beispiel zu bemühen) ohne Verzögerung geschieht und dann sogar noch die kompletten Lebenspunkte des Charakters auffüllt (mit dem Nachteil eines langen cooldowns auf der Fertigkeit), so ist diese Klasse wiederum ein Stückchen stärker. Eine Klasse, die Fertigkeiten besitzt, welche einkommenden Schaden mindert oder ganz verhindert (Paladine... sehe ich da einen Trend?), sind Klassen gegenüber im Vorteil, die dies nicht können. Der letze Unterschied, den ich ansprechen möchte, ist der Begleiter. Und zwar der ständige. Jäger, Hexenmeister, Unheilig-Todesritter und geglyphte Frostmagier haben einen ständigen Begleiter. Dieser Begleiter kann entweder als Tank oder als weiterer Schadensverursacher dienen und bringt wieder einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für die Charaktere dieser Klasse/Skillung. Jäger sind nicht umsonst auch ganz gut dabei, wenn es darum geht, Instanzen alleine zu bezwingen. Wenn es also darum geht, Instanzen alleine zu bezwingen, so können dies tatsächlich nicht alle Klassen. Aber nun ratet mal: Instanzen solo zu machen ist nicht erklärter Inhalt und Ziel des Spiels. Warum geht das dann trotzdem? Die Antwort ist einfach: Blizzard ist schuld. Und das meine ich im Gegensatz zu sonst, wenn ich so was sage, tatsächlich vollkommen ernst. Blizzard hat sich durch die Einführung der zusätzlichen Ausrüstungsstufen in den heroischen Versionen der Raids gründlich verzockt. Es ist den heroischen beziehungsweise hardmode-Versionen von Ulduar und Prüfung des Kreuzfahrers zu verdanken, dass wir eine Inflation der Item-Stufen und dadurch bedingt auch des Item-Budgets und der Attribute/Effekte auf diesen Items haben. Von den nochmal höheren Item-Stufen der 25er Raids und deren heroischen Versionen ganz zu schweigen. Da ist es kein Wunder, dass Fünf-Mann-Instanzen in voller Gruppe vollkommen trivial geworden sind. Dieses aufgeblähte Item-Budget macht es dann eben auch bestimmten Klassen möglich, diese Spielinhalte alleine anzugehen. Es ist zu vermuten, dass dies so nicht gewollt war, aber dieses Problem besteht in einem Spiel, welches "Charakterentwicklung" (und ich benutze dieses Wort hier nur sehr ungern) durch Ausrüstung vollzieht, immer, wenn die Ausrüstungsentwicklung nicht haargenau abgepasst ist. Und dass Charaktere Instanzen niedriger Stufen alleine beenden können, wird auch immer gegeben sein, es sei denn, man spielt City of Heroes/Villains, wo die Stufe und die Kräfteauswahl des Charakters an die Stufe der Taskforce (quasi das Äquivalent zum WoW-Dungeon) angepasst werden. Mal ganz davon abgesehen, dass es da auch immer eine Mindestanzahl zum Starten der Taskforce gibt. Fazit: ich kann es verstehen, wenn manche sich über Klassen erregen, welche Dinge vollbringen können, die ihrer Klasse verwehrt bleiben (auch wenn ich eher zwischen der "nett für Dich"- und "Hochachtung, gratuliere"-Haltung liege). Aber nur, weil andere Klassen etwas können, heisst das nicht, dass jede Klasse das können muss. Und es heisst auch nicht, dass jene Klasse in jedem Aspekt des Spiels vollkommen übermächtig ist. Und das möchte ich einfach nur zur Erinnerung bringen.
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