Friday, February 5. 2010CSI Gefrorener Thron: Die Ensidia-SituationTatort: Azeroth, Nordend,Eiskrone, Eiskronenzitadelle Untersektion Gefrorener Thron Opfer: Arthas Menethil, ehemals Prinz und Thronfolger von Lordaeron, männlich, "Kaukasier", Alter unbekannt Todesursache: massiver Blutverlust durch Stich- und Schusswunden, Verbrennungen durch Feuer und Blitze, Erfrierungen, Gift und weitere unbekannte Einwirkungen durch fünfundzwanzig namentlich bekannte Täter Die Ermittler fanden den Tatort leider durch an der Tötung scheinbar nicht beteiligte Anwesende kontaminiert vor. Der Wortführer Tirion Fordring befindet sich derzeit im Verhör, ebenso weitere Führungspersönlichkeiten der sogenannten "Allianz" und "Horde". Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge gestaltete sich der Tatverlauf folgendermassen: die fünfundzwanzig Täter, allesamt Mitglieder einer Gang namens Ensidia... Ach, drauf geschissen. Der Ensidia-Fünundzwanziger-Raid wurde für das Nutzen eines Exploits beim Lich King-Encounter gebannt und die "Szene" ist in heller Aufruhr. Warum auch nicht? Die Posterboys der Top End-Szene wurden zum ersten Mal sanktioniert und das Geheule von deren Seite ist natürlich gross. Fans der Gilde setzen natürlich die Beteuerungen von Kungen und Co. als die einzig wahre Wahrheit fest und Gegner (ob nun selbst im High-End-Raid-Bereich verankert oder nicht) lachen sich ins Fäustchen daß es endlich auch mal den Primus getroffen hat. Alles äussersts menschlich und alles äusserst verständlich. Da werden dann allerlei Vergleiche zur Hilfestellung hinzugezogen, von unschuldigen Kindlein, welche aus Spass am Gasherd rumspielen über als gemeingefährlich zu bewertende Autofahrerm die trotz fehlerhafter Bremse weiterhin am Geschwindigkeitslimit fahren, bis hin zum deutschen Nationalmannschaftssport Fussball und seinen Offiziellen. Im Fussball, wie in WoW, gibt es aber noch eine entscheidungsfähige Instanz über dem Schiedsrichter (oder GM in diesem Fall). Und dass Spiele am grünen Tisch noch anders entschieden wurden, ist auch nicht erst einmal vorgekommen. Was bei der ganzen Geschichte wirklich schade ist: der legitim errungene World First Kill von Paragon wird dadurch überschattet. Ensidia bleibt in aller Munde, wunderbare PR. Man darf davon ausgehen, dass Ensidia auf den normalen World First eh nicht viel gibt, im High End-Bereich zählen Hardmodes und nur Hardmodes. Und das trifft den Raid von Ensidia eben viel mehr als das Aberkennen des Erfolges: sie kommen erst drei Tage später als der Rest zu den Hardmodes in ICC. Und es ist durchaus möglich dass sie diesen Rückstand nicht aufholen können (da ja auch die Twinks der jeweiligen Spieler suspendiert sind und sie so die heroischen Versionen der Encounter nicht anspielen können, wie es ja üblich ist). Nun gut, ich werde den Beitrag hier beenden, schliesslich ist der Grossteil der Diskussion sowieso schon festgefahren und Meinungen verhärtet. Da liegt kein Segen drin. Rant over, flame on! Monday, February 1. 2010Mein Königreich für ein Pferd!Es gibt Tage, da frage ich mich, warum ich eigentlich überhaupt manche Dinge mit meinem am meisten in WoW gespielten Charakter tue. Zum Beispiel die tägliche Quest der Hyldnir in den Sturmgipfeln. eine der möglichen Belohnungen ist ein reitbarer Eisbär, sehr schick und meine Draenei-Dame sammelt ja Reittiere (wie auch Begleit-Pets). Monatelang mache ich täglich diese Quest, bis es mir irgendwann zu viel wird, denn der Bär will und will nicht im Beutesack erscheinen. Mein Todesritter schaut zweimal bei den Hyldnir vorbei, weil er eh grad in der Gegend ist. Das Ergebnis: Immerhin konnte er damit das widerlich wiehernde Knochengaul im Stall lassen, das Bärenbrummen ist beim Aufsitzen sehr viel angenehmer. Dann: Angeln. Kein wirklich interessanter Zeitvertreib, aber für die tägliche Angelquest gibt es Gold, Ruf und andere nette Belohnungen. Ausserdem besteht die Chance, sich eine Schildkörte zu fischen, die mit der nächsten Erweiterung wohl an Bedeutung gewinnen wird. Auch hier angelt sich Daenèrys monatelang täglich die Finger wund, kommt damit immerhin auf einen Fertigkeitswert von 450 (momentane Höchstgrenze) und hat auch Kochen dadurch steigern können. Heute logge ich mit meinem Druiden ein, nehme die Angelquest an, fliege nach Sholazar, werfe zweimal die Angel in einen Schwarm und das passiert: Es ist wirklich zum Heulen... Der Druide mit einem Angelskill von zu diesem Zeitpunkt 39 und keinerlei Bedarf an einem Reittier (ein Flugreittier hat er dank Flugform sowieso nicht nötig) kriegt die superknuffige Schildkröte. Versteht das nicht falsch, liebe Leser, ich freue mich schon wirklich über die Schildkröte und auch den Eisbären, aber warum, warum mussten diese beiden Reittiere sich an das falsche Herrchen verschenken? Mein Gejaule vorhin im TS war gross und die gutmütigen Todesdrohungen meiner Gildenkameraden hielten sich durch meinen Schmerz der falschen Charaktere in Grenzen (ich erahnte schon diverse Finger zum Tippen eines /gkick an die Tastatur gelegt, aber ich blieb davon verschont1). Aber zumindest schämte sich Schildie auch, sich vom Druiden angeln zu lassen und zog sich reumütig in sein Gehäuse zurück. 1 I'm joking, of course. Sunday, January 31. 2010La Calzada del Hueso: Keifer ist sehr erfreut.
Continue reading "La Calzada del Hueso: Keifer ist sehr erfreut." Thursday, January 28. 2010Mein erstes Stöckchen, ich fange es auf: MMO-Spleens
Als dann, legen wir mal los.
DS Law: Die Ace Attorney-Reihe
Ich habe mittlerweile die in Deutschland erhältlichen Teile (vier an der Zahl) beendet und erwarte mit Spannung den nächsten Ableger, Ace Attorney Investigations welcher ein spin-off zur alten Serie darstellt, aber dazu später etwas mehr. Hauptfigur der ersten drei Teile ist der junge aufstrebende Rechtsanwalt Phoenix Wright, der sich gleich in seinem ersten Fall (wie auch in eigentlich allen folgenden) mit einem Klienten konfrontiert sieht, der des Mordes angeklagt ist. Zu seinem Ensemble gesellen sich ein Medium, deren kleine Cousine, der Polizeiinspektor Dick Gumshoe (an diesem Namen merkt man schon den teils gewöhnungsbedürftigen Wortwitz der amerikansichen und auch europäischen Lokalisation, aber hey, ich mag es), der Geist seiner toten Mentorin (wie praktisch dass wir auch Medien im Team haben) und nach anfänglichem Gegnertum auch die Staatsanwälte des jeweiligen Teiles. Denn ein grosses Leitmotiv der Serie ist nicht die Frage nach der Schuld oder Unschuld der Angeklagten (es wird immer wie selbstverständlich davon ausgegangen dass Wrights Klient unschuldig ist) sondern die Frage nach der Wahrheit. Das zieht sich auch im vierten Teil der Serei, Apollo Justice, Ace Attorney, als roter Faden durch das Spiel. Die ersten drei Teile sind eine DS-Portierung vom Gameboy Advance und nutzen die technischen Möglichkeiten des DS kaum aus, einzig im Bonus-Fall des ersten Teiles, welcher speziell für die Veröffentlichung auf dem DS geschrieben wurde, werden Touchscreen und Mikrofon genutzt, wie auch im vierten Teil, der direkt für den DS veröffentlicht wurde. In den ersten drei Teilen hat man wenig Weiterentwicklung der Spiele, ausser der Möglichkeit, psychische Blockaden von Zeugen mit Hilfe eines magischen Anhängers zu lösen und den forensischen Ermittlungen des Bonus-Falles, wird dem typischen Frage/Anwort/Hinweis-such-Schema der einzelnen Fälle nichts weiter hinzugefügt. Klassisches Adventure-gameplay halt. Die Spiel-Logik ist im allgemeinen nicht all zu weit von der Realität entfernt, allerdings muss man sich während der Gerichtsverhandlungen manchmal fragen, warum man den zwingenden Beweis nicht bei dieser, sondern unbedingt und nur bei jener Aussage vorlegen kann, ohne eine Strafe zu erhalten. Ebenso kann es vorkommen dass man sich während des Versuches eine psychische Blockade zu lösen in das Gespräch verrennt ohne alle nötigen Beweise zu haben (ist mir jedenfalls ein paar mal passiert, aber ich kann halt auch stur sein...). Ein Tipp hierfür: erst wenn bei Bewegungen von Ort zu Ort keine Datumseinblendungen mehr vorkommen, hat man tatsächlich alle Hinweise, die man entweder für die Gerichtsverhandlung oder Gespräche mit Zeugen benötigt. Der vierte Teil der Serie, Apollo Justice, bringt einen neuen Hauptcharakter zusammen mit einem neuen Ensemble und, wie oben schon erwähnt, neuen Ermittlungsmethoden. Die Fälle werden dadurch vielschichtiger, weil Hinweise jetzt auch auf andere Art und Weise ins Spiel gebracht werden können. Apollo Justice hat keinen magischen Anhänger der ihm hilft, psychische Blockaden zu entdecken und zu lösen, dafür hat er ein magisches Armband welches ihm erlaubt, die Lügen der Befragten zu entdecken und sie darauf festzunageln. Und im Gegensatz zur Phoenix Wright-Saga zieht sich hier gleich von Beginn ein ein roter Faden durch die Fälle, welcher einen Hintergrund andeutet, der offfensichtlich in den weiteren Apollo Justice-Teilen ausgebaut und aufgedeckt werden soll. Im Februar erscheint dann mit Ace Attorney Investigations ein weiterer Ableger der Serie. Hier spielt Miles Edgeworth, Rivale und Freund von Phoenix Wright in den ersten drei Teilen, die hauptrolle. Ehemals erfolgreicher Staatsanwalt, der auch nicht vor dreckigen Tricks zurück schreckte um eine Verurteilung zu erreichen, ist er jetzt durch die Bekanntschaft mit und das Beispiel von Phoenix Wright ein Sucher nach Wahrheit. In Ace Attorney Investigations wird den Spieler wohl vorwiegend Ermittlungsarbeit erwarten, Gerichtsverhandlungen scheinen wohl für Edgeworth der Vergangenheit anzugehören. Im Gegensatz zu den Ace Attorney-Teilen wird AAI allerdings nicht mit deutscher Lokalisation erscheinen, sondern nur auf Englisch erhältlich sein. Mich persönlich stört das ja nicht, aber die Chancen des Spieles auf dem deutschen Markt dürften dadurch schon gesunken sein. Ich persönlich kann Adventure-Fans die Ace Attorney-Reihe durchaus empfehlen, wenn auch nicht uneingeschränkt. Die Reihe ist halt sehr japansich und das liegt nunmal nicht jedem. Da das Adventure-Genre auf dem DS aber eh nicht so stark bevölkert ist und die Spiele ja trotzdem sehr gut sind sollten sie auf der Einkaufsliste interessierter Spiele stehen. Der Primus auf dem DS in diesem Genre ist und bleibt aber weiterhin Hotel Dusk. Sunday, January 24. 2010La Calzada del Hueso: Silberwald und Flammenschlund
Im Silberwald sehen wir uns weiterhin den beiden grundlegenden Themen von Tirisfal ausgesetzt: die Konsolidierung der Macht der Verlorenen über ihr Land und die Suche nach einer neuen Pest, mit der nicht allein die Geißel, sondern auch die Lebenden vernichtet werden kann. In Tirisfal bekämpfte Ciarda in erster Linie die Geißel, die in einigen letzten Widerstandshochburgen (Agamands Mühlen) die Macht des Lichkönigs zu vergrössern versucht. Die zweite Front bildet der Scharlachrote Kreuzzug in seiner fanatischen Haltung, dass alles Untote vernichtet werden muss. In Silberwald werden die Bedrohungen gegenüber den Verlorenen dann etwas globaler, man wird quasi Schritt für Schritt in die grosse Welt eingeführt. Die unmittelbarste Gefahr, einfach weil man ihnen, neben den Wildtieren, als erstes begegnet, sind die Worgen unter Arugal. Auch die Geissel ist wieder vorhanden, hier unter der Führung von Thule Rabenklaue. Und das menschliche Element bilden hier die Magier von Dalaran mit dem Symbol der Kirin Tor (auch wenn sie nicht ausdrücklich dieser Organisation zugeschrieben werden). Oh, und, quasi im Nachsatz hinterher geschoben, es gibt auch ein paar Überlebende von Lordaeron, welche sich am Tor nach Gilneas darum bemühen, Einlass in die andere Nation zu bekommen. Was die neue Pest angeht... nun ja, ich zitiere Apotheker Renferrel: "Arthas hat Truppen von schier endloser Zahl. Doch mit einer neuen Seuche könnten wir sowohl die Armee der Geißel als auch das menschliche Ungeziefer ein für alle Mal auslöschen." In den Questen um die Seuche wird bisher mindestens einmal erwähnt dass die Forschungsarbeiten von Sylvanas nicht nur gebilligt sondern auch in Auftrag gegeben wurden. Ganz gleich ob der ursprüngliche Grund tatsächlich nur war die Geißel auszulöschen, es wird doch von Beginn an billigend in Kauf genommen dass die Seuche auch Lebewesen betreffen wird. Und auch wenn der Vorfall bei Angrathar für Ciarda noch in der Zukunft liegt, kann man in Unterstadt schon die Auswirkungen in der Königlichen Apothekergesellschaft sehen. Über den wirklich gruseligen Apotheker Keifer, dessen Monolog man nur als Untoter versteht, werde ich noch einmal gesondert schreiben. Er ist hochinteressant und lässt durchaus tiefe Einblicke in das Wirken der Apothekervereinigung zu. Die erste Hälfte von Silberwald beginnt einige Storystränge, nämlich das Geheimnis der Worgen und Arugal, die Geschichte von Thule Rabenklaue (mit einem netten Verweis zurück nach Tirisfal, Gunther Arkanus und Bethor Eismacht) und die Machenschaften der Kirin Tor. Aufgelöst werden diese Anfänge natürlich nicht direkt, sondern in den letzten Questeni m Silberwald und über diese Auflösungen schreibe ich auch im nächsten Kapitel. Hier möchte ich den Rest des Beitrages auf meine ersten Heilerfahrungen in einer Hordeninstanz beschränken. Zu allererst: Heil-Aggro auf Stufe 16 ist enorm. Zweitens: es kann durchaus sein daß ich nicht ganz optimal an das Heilen rangegangen bin. Im Nachhinein (und nach ein paar Fragen an erfahrene Priester in meinem Spielerkreis) hätte ich wohl eher grösstenteils mit Erneuerung und großzügig eingesetzten Schilden arbeiten sollen anstatt die grösseren, aber eben auch bedroherenden, Heilsprüche zu verwenden. Gut, den einen Wipe hätte ich damit nicht verhindern können (wenn man Abkürzungen benutzt sollte man darauf achten, keine Mobs zu ziehen, die ihre Freunde und deren Freunde und die Verwandtschaft mitbringen), aber vielleicht wäre die Aggro-Situation allgemein etwas entspannter gewesen. Daß ein Tank auf Stufe 16 bis 18 dann auch noch nicht die Mörder-Aggro-Skills hat tut sein übriges dazu. Aber immerhin spiele ich die Priesterin ja auch um Erfahrung zu sammeln und aus diesen Fehlern kann ich immerhin lernen. Und ich will versuchen, in den nächsten Tagen noch ein paar weitere Instanzen zu spielen (Burg Schattenfang steht für mich an um die Geschichte um Arugal zu beenden) da kann ich mein Priesterheilen ja weiter verfeinern. Zumindest ist gut zu erkennen daß sich das Priesterheilen schon zu Beginn komplexer spielt als das Schamanenheilen. Im nächsten LCdH sehen wir uns Apotheker Keifer mal genauer an und schliessen die Abenteuer im Silberwald ab (mit ein wenig Glück sogar mit Burg Schattenfang). Wednesday, January 20. 2010Man reist nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
Der Pessimist in mir sagt dass man da wohl nur noch je fünfhundert Questen brauchen wird, der Komplettist aber hat die lautere Stimme und ruft erregt "Na und? Wir haben den Titel noch mit grösserem Aufwand errungen, also Mund abwischen und weiter machen." Mal ganz abgesehen davon, dass ich ja auch "nur" die gernefte Version habe. *zwinker* Aber ich bin tatsächlich froh. Mal wieder ein neuer Titel und einen leider ziemlich hässlichen Wappenrock im Inventar. Aber eine Draenei kann ja nichts entstellen. Ein Blick über den TellerrandIch bin nicht der einzige, der sich aus seiner Fraktion heraus traut und zudem noch darüber berichtet. Kai hat hier einem naturverbundenen Tauren die ersten Schritte in Mulgore ermöglicht, um auch einmal die Horde näher kennen zu lernen.Wie seine Erfahrungen wohl aussehen werden? Die Tauren sind ja doch eher ein gutmütiges Volk, mit sich und ihrer Umgebung im Einklang, während meine Wahl, die Untoten, sich von allen Seiten belagert sieht und einen ungleich grimmigeren Blick auf die Welt hat. Dieser Unterschied dürfte sich im Spielerlebnis, oder besser gesagt, im Geschichtenerlebnis schon bemerkbar machen und man darf gespannt sein, welche Orte Horaijo auf seinen Reisen besuchen wird und wie seine Erfahrungen aussehen werden. Ciarda ihrerseits war schon im Auftrag von Bragor Blutfaust im Flammenschlund unterwegs und nähert sich dem Ende ihres Aufenthalts im Silberwald, aber dazu gibt es später mehr. Tuesday, January 19. 2010La Calzada del Hueso: Von Todesend nach Unterstadt
Zur Zeit spiele ich also die neue Priesterin alleine (also ohne Rückhalt meiner Allianzgilde) und gerade zu Anfang des Charakterlebens ist das ja auch wirklich nicht schwer. Mit Hilfe der XP-Rüstung und dem Startkapital des in die digitalen Jagdgründe eingegangenen Trolls sind die ersten zehn Stufen in schätzungsweise knapp fünf Stunden erledigt. Das gilt dann zusammen mit dem Erlernen von Berufen (in meinem Fall Kräuter- und Inschriftenkunde), den ganzen Nebenberufen und lockerem Skillen des Sammelns. Tirisfal empfand ich immer schon sehr hübsch. Es hat die gotische Atmosphäre von Dämmerwald, ohne aber direkt die Düsternis dieses Gebietes zu transportieren. Ich bin immer wieder an Tim Burtons architektonische Fantasien erinnert, sei es nun Nightmare Before Christmas oder Sleepy Hollow. Ein schönes Beispiel sind hierfür Agamands Mühlen. Oder die Türmchen des Scharlachroten Kreuzzuges.
Die ersten zehn Stufen sind, gerade in den alten Startgebieten, also nicht sonderlich spannend. Aber trotz der schlechteren Questen, Questbelohnungen und der nicht ganz so durchgängigen Hintergrundgeschichte (im Gegensatz zu den Startgebieten der Blutelfen und der Draenei) habe ich mich ja bewusst zum Leveln in der ganz alten Welt entschieden. Ich forsche ja mit diesem Charakter unter anderem auch nach der vielleicht wirklich einzigen bösen Spielerfraktion in WoW und schon in den ersten Stufen darf man Zutaten für eine neue Pest zusammen suchen und Versuche am lebenden Objekt anstellen (einen Menschen verwandelt man kurzfristig in einen Ghul, ein Zwerg bekommt einen Schierlingsbecher). Wie sich im nächsten Kapitel zeigen wird, ändert sich das auch im Silberwald nicht, das darf ich schon mal voraus schicken. Zur Klasse kann ich eigentlich in den ersten zehn Stufen nichts besonderes sagen. Auf den niedrigsten Stufen ist eh kaum eine Klasse durch Mobs klein zu kriegen (wenn man sich nicht grade zuviele Gegner aufhalst) und so fühlt sich die Priesterin ein wenig wie ein Magier mit weniger Schaden aber dafür mehr Heilung an. Dass sich auch das ändert durfte ich heute erfahren, aber dazu ebenfalls mehr im nächsten Kapitel. Zum Abschluss, für alle Interessierten, möchte ich grade noch auf den flickr-Stream verweisen, in dem ich weitere Bilddokumente zu Ciardas Werdegang und meinen Erfahrungen auf der Hordenseite ablegen werde. Ausgewählte Bilder kommen natürlich auch in die Beiträge hier (und wenn ich das doofe plug-in zum Laufen kriege auch direkt hier in die Seitenleiste), aber für die Neugierigen gibt's eben alle Bilder auch da. Im nächsten Kapitel berichte ich von Ciardas ersten Abenteuern im Silberwald und den Schwierigkeiten als unerfahrener Priester den Flammenschlund zu heilen. Schaltet wieder ein, wenn es das nächste Mal heisst "La Calzada del Hueso", es könnte spannend werden. ;) Monday, January 18. 2010La Calzada del Hueso: Der Beginn
Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, woran es liegt, daß ich mich nicht mit nur einem oder zwei High-End-Charakteren zufrieden geben kann, aber Fakt ist dass ich idealerweise einen ausgelevelten Charakter jeder Klasse in einem MMO habe. Diesen Trend gibt es schon seit meinen Meridian 59-Zeiten (wobei ich es da nicht wirklich lange ausgehalten habe und deswegen nur diversen Kleinkram rumgammeln hatte), in CoX habe ich das auch schon fast verwirklicht (vier von fünf beziehungsweise sieben heldenhaften Archetypen, bislang leider nur einer von fünf beziehungsweise sieben schurkischen Archetypen) und in WoW bin ich ebenfalls auf dem besten Weg dazu mit vier Achtzigern auf Allianzseite. Nun möchte ich allerdings auch gerne in Spielen mit Fraktionen die Perspektiven beider Seiten kennen lernen und bei WoW bedeutet das für mich noch vor der nächsten Erweiterung Cataclysm die Hordengeschichte zu erleben. Mein ursprünglicher Plan war einen Trollschamanen zu spielen, da ich auf Allianzseite einen Schammie als Main spiele und somit genügend Kenntnisse über die Klasse habe um mir angenehmes Leveln zu ermöglichen. Der Charakter hat es dann sogar auf Stufe 16 geschafft, bis sich bei mir das Bedürfnis einstellte, doch mal eine für mich wirklich neue Klasse zu spielen und auch knallhart durchzuziehen bis Stufe 80. Ich habe es mir einfach gemacht: welche Rüstungsart habe ich schon auf 80? Antwort: Leder, schwere Rüstung und Platte. Ergo sollte ein Stoffträger her. Die nächste Frage war: will ich eine pure Schadensklasse spielen (Magier oder Hexenmeister) oder möchte ich die Option haben alternativ oder gar in erster Linie zu heilen (Priester)? Da ich ganz gerne die Instanzen alle durchspielen möchte entschied ich mich dann für den Priester. Mit Stufe 40 habe ich ja die Möglichkeit mir eine Zweitskillung zuzulegen und mir steht sogar der Weg des PvP offen mit dem ja angeblich gut dafür geeigneten Dsiziplin-Baum. Langweilig dürfte mir mit dieser Wahl alleine durch die Flexibilität der Klasse nicht werden. Und als Heiler komme ich ja auch schneller in Instanzen rein. Welches Volk sollte es sein? Priester gibt es in der Horde bei den Blutelfen (uarks, ne), Trollen (bestestes Volk im Spiel aber da möchte ich mit Cataclysm ja einen Druiden anfangen in der Hoffnung auf volksspezifische Druidenforemn) und den Untoten. Bingo! Das wohl letzte Arschlochvolk der Horde (schauen wir mal wie sich die Orks in Cataclysm von der Einstellung her entwickeln, falls Garrosh tatsächlich die Führung übernimmt), nachdem die Blutelfen ja in TBC durch die Reinigung des Sonnenbrunnens erlöst wurden. Weicheier! Ich wollte, egal mit welchen Hordenvolk, sowieso die Untotenquesten möglichst alle mitnehmen, einfach nur um zu sehen, ob das Volk tatsächlich so böse ist, wie es nach aussen hin den Anschein macht. Warum dann nicht gleich einen Kadaver spielen? Das Geschlecht war einfach. Männliche Hordencharaktere laufen fast alle mit einer bösen Rückenkrümmung durch die Gegend, das kann ich mir auf Dauer nicht ansehen. Damit war die Wahl auf weiblich gefallen. Untote sind generell nicht sonderlich hübsch und ausserdem schauen überall die Knochen durch, da kann mir auch niemand vorwerfen, ich wolle mir nur den sexy Hintern des Avatars ansehen beim Spielen. Namen sind wichtig für mich, selbst wenn ich mich von RP-Servern fernhalte. Für mich selbst haben alle meine Charaktere eine Hintergrundgeschichte, Macken und Gewohnheiten und da passt ein "F4C3M3L70R" oder ein "Kacknoobleecher" einfach nicht dazu. Wie sagte Lorien in Bab5 so schön? "Words have meaning and names have power." Recht so, also nix wie los und meine Lieblingsdatenbank für realistische Namen in Onlinespielen aufgerufen und losgesucht. Der Name sollte ein dunkles Thema haben, passend zum Volk und der Option einen Schattenpriester zu spielen. All zu exotisch durfte der Name dann auch nicht sein, da die Untoten in Azeroth meist noch ihren bürgerlichen Namen tragen und ein Grossteil des Volkes ehemals Menschen war. Also, etwas englisch klingendes oder urwüchsiger walisisch, gälisch. Aha, Carey, stammt wohl aus dem Gälischen, von Ciardha, was wiederum "dunkel" bedeutet. Passt, wird eingegeben. Okay, Carey: vergeben. Dann eben die ursprüngliche Form. Ciardha: vergeben. Verdammich. Ich will nicht mit Sonderzeichen arbeiten, ich hasse das selbst, wenn ich Gruppen zusammen stelle. Letzter Versuch, dann wird ein anderer Name gesucht. Ciarda. Passt! Also schnell einloggen, das Intro-Filmchen anschauen und die Jungpriesterin nach Brill befördern, wo sie sich dann eine kleine Umloggaktion später die Xp-Robe und -Schultern aus dem Briefkasten holen durfte, zusammen mit dem Startgeld, welches ich mit dem Schamanen schon erwirtschaftet hatte. So ist Ciarda nun mein Hauptaugenmerk in WoW (wobei ich mit meiner Draenei-Dame weiterhin raiden werde und ich habe sogar vor, ein wenig zur Enhancer-Theorie zu schreiben, aber das will Weile haben) und ich habe vor, ihr Leben und Streben hier im blog mit Bildern und Texten zu dokumentieren. Der grosse Bravo-Fotoroman sozusagen, nur ohne Liebe. Ich bin gespannt, wie sich "die andere Seite" so spielt, die ersten acht Stufen haben sich immerhin schon mal ganz gut angefühlt. Trotz der Löcher in den Klamotten.
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